Leonardowerkstatt

180 Wahrheit und Irrtum

WAHRHEIT UND IRRTUM
Zwei Fehler machen kein Richtig
Beim logischen Denken ist das Ziel weniger zu verstehen, dass etwas wahr ist, sondern mehr zu verstehen (oder zu erklären), warum etwas wahr ist. Seit Tausenden von Jahren haben Philosophen argumentiert, dass
FÜR EIN GESUNDES SCHLUSSFOLGERUNG SIND ZWEI DINGE NOTWENDIG:
A. Die Prämissen müssen wahr sein und B. Die Argumentation muss gültig sein.
Die Gültigkeit hängt von der Art der Schlussfolgerung ab, die im Argument gemacht wird (der Form des Arguments) und sagt nichts über die Wahrheit der Prämissen oder der Schlussfolgerung aus. Also in der Tat,
EIN ARGUMENT KANN GÜLTIG SEIN, OHNE GESUND ZU SEIN:
1. VORAUSSETZUNG: Wenn das Gras grün ist, ist Montag. x 2. PRÄMISE: Das Gras ist grün. ✓ .. DESHALB: Es ist Montag. x aber gültig
(Alle Katzen haben vier Beine.) Dieser unsolide, aber gültige Modus ponens
Ich habe vier Beine. Argument (s. S. 196) ist unsinnig, denn deshalb bin ich ein Ruf; Die anfängliche Prämisse ist falsch. Und ähnlich:
EIN UNGÜLTIGES ARGUMENT KANN EINE WAHRE SCHLUSSFOLGERUNG HABEN:
1. Alle Blumen sind Pflanzen. ~ 2. Rosen sind Pflanzen; v .. Rosen sind Blumen. ~ aber ungültig
Dieses Argument ist ungültig, weil sein mittlerer Begriff nicht verteilt ist (siehe S. 191).
180
LOGIK